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Fotografie · Madeira

Seixal fotografieren: schwarzer Sand, ein Wasserfall an einer Klippe und das Gezeitenfenster

Der Ort ändert sich nie; das Licht schon. Die goldene Stunde kann hier ein klares Wolkenmeer sein oder ein ausgewaschener Dunst, und das Fenster ist kurz. Zu wissen, wo man stehen muss, ist der einfache Teil.

Seixal ist einer der wenigen viralen Orte, die auf Fotos besser wirken als ihr Hashtag. Ein Wasserfall stürzt von einer grünen Klippe direkt auf schwarzen Vulkansand hinab, Palmen neigen sich über das westliche Ende, und an der Nordküste zeigt sich der Himmel stündlich in einem anderen Licht. Das gesamte Bild hängt jedoch von einer Variablen ab, über die niemand schreibt: den Gezeiten.

Licht des Sonnenaufgangs über der Schwarzsandküste von Seixal, Madeira

Eine repräsentative Aufnahme dieses Ortes: Die Bedingungen ändern sich von Tag zu Tag.

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Aktuelle Bedingungen dort
Verfolge diesen Moment live in der App Du weißt, wo. Der Pass zeigt dir die genaue goldene Stunde und das Meeresfenster für heute.

Das Gezeitenfenster

Der Strand ist klein und verschwindet bei Flut größtenteils, wodurch auch der Vordergrund verloren geht. Fotografieren Sie bei Ebbe oder in der ablaufenden Phase; nasser Sand wirkt tiefschwarz und spiegelglatt, trockener Sand wird grau. Der Wasserfall auf dem Sand ist der natürliche Anker für Langzeitbelichtungen: Eine Belichtungszeit von einer halben bis zu zwei Sekunden bewahrt die Textur des Wasserfalls, während die Brandung silberne Streifen über das Schwarz zieht.

Licht: Diese Küste ist nach Osten ausgerichtet

Die Bucht öffnet sich nach Osten, daher ist der Sonnenaufgang das Highlight: Das erste Licht streift über die Klippen, und die „goldene Stunde“ nach der Morgendämmerung ist meist menschenleer. Mittags wirkt alles flach. Am Abend werfen die Klippen schon früh Schatten auf den Strand, was den Palmen am westlichen Ende der Praia da Jamaica, benannt nach der tropischen Baumreihe, die den Rahmen für die Frage „Ist das wirklich Europa?“ bildet, eine ganz eigene sanfte Atmosphäre verleiht.

Für einen Blick auf eine höher gelegene, weitläufigere Landschaft mit Klippen und Wasserfällen, ohne den Abstieg auf sich nehmen zu müssen, ist der Aussichtspunkt „Véu da Noiva“ an der Hauptstraße östlich des Dorfes der etablierte Aussichtspunkt.

Jenseits des Strandes

Die kostenlosen Naturbecken bieten zwei weitere Möglichkeiten: Die Becken des Clube Naval sind die geordnete Variante, während Poças das Lesmas, das man über einen steilen Zickzackweg erreicht, einen Lavabogen aufweist, in dem sich bei Sonnenaufgang die Sonne spiegelt. Zehn Minuten landeinwärts und vierhundert Meter höher gelegen fängt das Chão-da-Ribeira-Tal den Morgennebel ein, der später bis nach Fanal aufsteigt, so kann ein einziger Sonnenaufgang tatsächlich drei Orte abdecken, wenn man die Bedingungen richtig einschätzt.

Respekt vor der Nordküste

Die Wellen hier sind keine reine Dekoration. Die Bucht ist zwar ruhiger als die offene Küste, aber es kann zu unerwarteten Wellengruppen kommen, Rettungsschwimmer sind nur im Sommer im Einsatz, und nasser Basalt ist rutschig. Halten Sie Ihr Stativ und sich selbst oberhalb der letzten Wasserlinie, es sei denn, Sie beobachten das Meer und nicht den Bildschirm.

Ausgangspunkte für dieses Fotoshooting: Vereda do Lombo Barbinhas (V-BARBINHAS), Vereda das Feitas (V-FEITAS), Levada dos Cedros (PR14). Eher zu Besuch als zum Fotografieren? Lesen Sie den Ortsführer.

Häufig gestellte Fragen

Wann ist die beste Zeit, um den Strand von Seixal zu fotografieren?

Bei Ebbe um Sonnenaufgang. Da der Strand nach Osten ausgerichtet ist, fällt das Morgenlicht direkt auf den Sand und die Klippen, und bei Ebbe steht man tatsächlich auf schwarzem Sand. Informieren Sie sich vor der Fahrt anhand einer Gezeitentabelle für die Nordküste Madeiras und der aktuellen Bedingungen.

Ist der schwarze Sand eigentlich schwarz?

Wenn es nass ist, ja, dann ist es ein tiefes Vulkanschwarz, das den Himmel widerspiegelt. Wenn es trocken ist, wirkt es dunkelgrau. Deshalb entstehen die Fotos an der zurückweichenden Gezeitenlinie, und deshalb sind Schnappschüsse zur Mittagszeit enttäuschend.